ChanSort

Panasonic TV: Sender- und Favoritenlisten

Kurz vor der EM noch schnell ne neue Glotze gekauft, einen Panasonic TX-50DXW734 – der alte Philips 42PFL8404/H hatte nach sieben Jahren Betrieb so seine Probleme mit dunklen Bildbereichen und, viel schlimmer und von Anfang an, mit der Wiedergabe des HD-Bildsignals des ZDF (einige Philips-Komponenten kommen mit deren 720p-Signal so gar nicht klar). Dazu gab’s auch gleich ne SC-ALL70T Soundbar samt Subwoofer, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Hier soll es darum gehen, was Panasonic bei den 2016er-Modellen an der Logik der Sender- und Favoritenlisten geändert hat. Bisher war es so (und so war ich es auch vom Philips gewohnt), dass ich mir aus der Liste der gefundenen Sender eine Favoritenliste erstellt und entsprechend sortiert habe. Die Nummerierung dieser Liste war immer aufsteigend, beginnend bei 1 – was im Umkehrschluss bedeutet: Drücke ich die „1“ auf der Fernbedienung, schaltet die Glotze auf den Kanal, der an Position 1 in der Favoritenliste steht usw.

Bei aktuellen Panasonic-Geräten hat man diese Logik nun geändert, wie ich nach langer Suche einem Dokument der schweizerischen Panasonic-Kollegen entnehmen konnte. Darin heisst es:

Neu ist…
• Neue Liste „gefundene Sender“ enthält alle beim Suchlauf gefundenen Sender und wird beim Editieren der Senderlisten nicht verändert.
• Da die Liste „Alle DVB-X Sender“ vollständig bearbeitet werden kann ist es nicht mehr notwendig Favoriten zu erstellen, außer der Kunde benötigt mehrere Senderlisten.
• Programme können aus den Senderlisten entfernt bzw. gelöscht werden.
• DVB-C Suchlauf mit Auswahl „Andere“ Sortierung auch mit LCN (Logische Kanalnummer) möglich.
• Bei Auswahl „LCN“ bei DVB-C bleiben die Kanalnummern immer bestehen (können nicht geändert werden).

Bedeutet für den täglichen Gebrauch:
Einträge in die Favoritenliste(n) erfolgen mit der Kanalnummer, die auch in der Senderliste angegeben wird, es erfolgt keine Neu-Nummerierung. Wurde also z.B. RTL auf Kanalnummer 103 gefunden und ich übernehme RTL in meine Favoritenliste an die fünfte Stelle, muss ich trotzdem die „103“ auf der Fernbedienung tippen, um auf RTL umzuschalten. Tippe ich die „5“, lande ich auf dem Kanal, der in der Senderliste an fünfter Stelle steht. Die angegebene Lösung, beim Suchlauf die Auswahl „Andere“ auszuwählen, stand mir nicht zur Verfügung.

Sehr unschön, da ich ungern zwanzig oder mehr Sender „durchzappen“ möchte, wenn ich einen bestimmten Sender schauen will. Die Methode, einfach die Liste mit „OK“ auf der Fernbedienung aufzurufen und den gewünschten Sender dort auszuwählen ist mir auch zu umständen. Und nen DIN A4-Zettel mit der „Übersetzung“ Kanalnummer <=> Sendername auf dem Wohnzimmertisch? Never. :-)

Also musste die altbewährte Lösung via ChanSort herhalten, wobei auch hier einiges anders läuft wie gewohnt – die 2016er-Modelle lassen keinen Export der DVB-C Senderlisten zu (war afaik auch schon früher ein Problem). Aber auch hierfür gibt es eine Lösung, ihr braucht dazu einen FAT32-formatierten USB-Stick.

Diesen steckt ihr an euren Rechner und erstellt darauf eine leere Textdatei oder einen leeren Ordner mit dem Namen hotel.pwd. Dann steckt ihr den USB-Stick an die Glotze, auf der dann ein Menü mit der Aufforderung zur Eingabe einer PIN erscheint. Es gibt zwei PINs, die hier für Down-/Upload der Sender- und Favoritenlisten sorgen:

4850 lädt die Listen auf den Stick (zur Bearbeitung am PC via ChanSort), 4851 lädt die bearbeiteten Listen wieder auf die Glotze.

Obacht!
Ihr solltet wissen, was ihr hier tut – korrupte Listen können beim Upload den TV schon mal aus dem Tritt bringen. Und ob diese Funktion auch in künftigen Firmware-Versionen des Geräts noch zur Verfügung steht, ist ungewiss.

Ausführliche Erklärungen, wie ChanSort zu bedienen ist und was man damit so alles machen kann, gibt es im Netz zur Genüge, daher hier nur die Kurzform:

  • Stick vorbereiten und an den TV stecken
  • PIN 4850 eingeben, Listen downloaden
  • Stick an den Rechner und mit ChanSort öffnen
  • Liste(n) mit ChanSort bearbeiten und wieder auf dem Stick abspeichern
  • Stick wieder an den TV stecken
  • PIN 4851 eingeben, Listen werden hochgeladen
  • Nach dem Upload: Automatische Senderlistenaktualisierung deaktivieren!

Vergesst ihr den letzten Schritt, benachrichtigt der TV bei jedem Einschalten über eine Senderlistenaktualisierung – was ja klar ist, die Senderliste, die hochgeladen wurde, stimmt ja nun nicht mehr mit der Senderliste überein, die euer Anbieter zur Verfügung stellt. Bricht man den Vorgang nicht schnell genug ab, werden eure selbsterstellten Listen gnadenlos mit den Defaults des Anbieters überschrieben.

Auf diesem Weg konnte ich mir „meine“ Listen entsprechend sortieren, durchnummerieren und anpassen. Macht nicht nur mich, sondern auch meine Frau glücklich und steigert somit den WAF erheblich. ;-)

WordPress auf https umstellen

Ich überlege ja schon ne ganze Weile, ob ich diese Seite nicht mal mit nem SSL-Zertifikat schützen soll(te). Bisher scheiterte es an Zeit, Lust/Motivation und dem (wo auch immer er herkommt?) Schwaben in mir: Zertifikate kosten Geld und zwar nicht wenig. Das war es mir bisher nicht wert, bei teilweise unter 100 Aufrufen pro Monat.

Hier springt nun letsencrypt.org in die Presche, da kosten die SSL-Zertifikate nämlich genau Nullkommanix. Ja, tatsächlich, das gibt’s. Kann man von halten, was man will, aber die großen Browser unterstützen das und vertrauen den letsencrypt.org-Zertifikaten. Damit sind obige Überlegungen vor allem in Hinblick auf das monetäre Hinauszögern ad acta zu legen, sprich: Es kann losgehen. Also theoretisch, denn das Erzeugen eines SSL-Zertifikats ist laut der Dokumentation nix, was man mal „im Vorbeigehen“ erledigt bekommt.

all-inkl.com & letsencrypt.org
all-inkl.com & letsencrypt.org

Und genau hier glänzt mein Provider: Bei all-inkl.com habt ihr die wunderbare Möglichkeit, letsencrypt.org-Zertifikate direkt und kostenfrei über das KAS zu beantragen und einzubinden! Ich schleichwerbe ja ungern, aber soweit ich das überblicke, ist das derzeit ein Alleinstellungsmerkmal von all-inkl.com.

Alles, was ihr tun müsst, ist euch im KAS anzumelden, und dann via Domain => Domain auswählen => SSL-Schutz => bearbeiten => Register Let’s Encrypt den Haftungsausschluss zu akzeptieren. Beantragung und Installation geschieht völlig automatisch und ohne, dass ihr euch durch die Doku von letsencrypt.org wühlen müsst.

Gut, damit wäre die erste (und bisher größte) Hürde überwunden, nach der Beantragung dauert es nur Minuten, bis das Zertifikat aktiv und eure Website per https aufrufbar ist – allerdings „weiß“ ja eure WordPress-Installation noch nix von ihrem Glück, hier muss nun nachbearbeitet werden. Mich hat es ca. 30 Minuten gekostet, bis ich meine Installation entsprechend umgebaut hatte, die einzelnen Schritte habe ich nachfolgend mal aufgelistet.

Bevor ihr nun ans Nachbauen geht: Macht unbedingt ein Backup eurer Datenbanken und des Installationsverzeichnisses!

Schritt 1: Im WordPress-Backend die Site-URL umstellen auf https

WordPress Site-URL

War’s das?
Nein, natürlich nicht, denn Firefox meldet noch Fehler, weil nicht alle Elemente der Site mit SSL geschützt sind. Schaut ihr euch per CTRL+U den Quellcode an und sucht nach http://euresite.tld (für die Noobs: Natürlich durch eure URL ersetzen *g*) werdet ihr etliche Treffer finden, die noch auf unverschlüsselte Elemente zeigen. Was auch klar ist, denn wir haben die bestehenden Datenbankeinträge ja noch nicht angepackt.

Schritt 2: Datenbank-Einträge anpassen

Hier wird’s jetzt ein wenig knifflig, da ihr direkt die Datenbank-Einträge ändern müsst – daher nochmals der Hinweis: Backup erstellen!
Das funktioniert, genau wie das Ändern der Einträge an sich, am besten mit phpmyadmin. Wer testen will, importiert das Backup in eine lokale mySQL-Instanz und schiesst mit den SQL-Skripts erstmal auf die lokale Kopie seiner Datenbank.

Ich musste in den Tabellen wp_posts und wp_comments alle Einträge von http://dieotts.net auf https://dieotts.net ändern. Je nach dem, wie alt eure Installation ist und welche Plugins ihr verwendet, können bei euch durchaus weitere Tabellen zu editieren sein. Alles in allem bin ich aber mit drei SQL-Skripts ausgekommen:

UPDATE wp_posts SET guid = replace(guid, ‚http://euresite.tld‘,’https://euresite.tld‘);
UPDATE wp_posts SET post_content = replace(post_content, ‚http://euresite.tld‘, ‚https://euresite.tld‘);
UPDATE wp_comments SET comment_author_url = replace(comment_author_url, ‚http://euresite.tld‘, ‚https://euresite.tld‘);
SQL-Skripts

Zeile 1 sorgt dafür, dass die URL des Posts an sich auf https umgestellt wird, Zeile 2 ersetzt in euren Posts die Links auf die eigene Site mit dem https-Prefix und Zeile 3 ändert die URL in den Kommentaren.

Schritt 3: .htaccess für automatische Umleitung konfigurieren

Prinzipiell ist eure WordPress-Installation jetzt SSL-ready – wer aber nicht weiß, dass ihr nun SSL-verschlüsselt eure Inhalte anbietet und nach wie vor die http-Version eurer Seite aufruft, wird das auch nie herausfinden. Also muss eine automatische her, kurz gesagt: http => https – wer auf http://euresite.tld kommt, wird automatisch auf die verschlüsselte Version unter https://euresite.tld umgeleitet.

Hierfür ist Zugriff auf die .htaccess-Datei im root eurer Installation nötig. Bevor ihr an der Datei rumspielt: Backup davon erstellen!

Letztlich genügen diese drei Zeilen in der .htaccess, um die Umleitung zu aktivieren:
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} !=on
RewriteRule ^ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301]

Sollte „RewriteEngine On“ bereits in eurer .htaccess drinstehen, fügt einfach die Zeilen zwei und drei direkt darunter (über allem anderen, was da evtl. sonst noch steht!) ein.

Schritt 4: Kontrolle und Feintuning

Damit sind wir eigentlich durch. Ruft eure Site in verschiedenen Browsern auf und schaut euch die Adressleiste an: Dort sollte das für SSL typische Schloß-Symbol auftauchen und es sollten keine Warnung mehr ausgegeben werden. Fals doch oder falls z.B. in Beiträgen eingebettete Bilder nicht auftauchen: Erstmal den Browser-Cache leeren und Browser neu starten. Wenn das nix hilft, mittels CTRL+U den Quellcode anzeigen lassen und nach http:// suchen – bei Funden diese entsprechend eliminieren.

Ich hatte -und da kommen wir zum Feintuning- im Footer fix mein Impressum verlinkt, natürlich mit http statt https und schon meckerte zumindest Firefox bei jedem Aufruf, dass nicht alle Elemente SSL-gesichert seien usw. Ausserdem zeigt mein derzeitiges Template die Autoren-Box unter jedem Eintrag und auch hier fand sich ein Link zu http://dieotts.net – diesen musste ich dann in meinem Profil (unter Benutzer => Dein Profil => Website im Backend) entsprechend auf https ändern.

Höchstwahrscheinlich kostet euch das Lesen dieser kurzen Anleitung mehr Zeit als die eigentliche Umsetzung. :-)
Ich wünsche jedenfalls viel Spaß beim Nachbauen.

Willkommen im Club

40! In Worten: Verrzisch!

Seit gut einem Monat gehöre ich nun also zum Club der Vierzigjährigen und darf Shirts mit „Netter, älterer Herr“-Aufdruck tragen. Immerhin, bisher fühlt sich das nicht anders an als bisher. :-)

Es wird ja immer viel hinein interpretiert in solche „runden“ Geburtstage und ich kenne tatsächlich den ein oder anderen, der deswegen eine Sinnkrise bekommen hat, mit den entsprechenden Kurzschlussreaktionen: Motorradführerschein, Weltreise, Geliebte, Fitnesswahn – whatsoever.

Ich bin da eher tiefenentspannt. Klar merke auch ich, dass ich älter werde. Regenerationsphasen werden länger, kleine Wehwehchen tun mehr weh wie früher etc. – nix davon hat mit der Zahl 40 zu tun. Vielmehr ist es ein normaler, „schleichender“ Prozess, den man nicht wirklich aufhalten, aber mit ein wenig Willen und Disziplin verlangsamen kann. Und daran arbeite ich, nicht mit Verbissenheit, sondern nach wie vor mit viel Spaß und Freude an Bewegung.

Nun eignen sich solche Gegebenheiten ja prima für ein bisschen Selbstreflexion, dem kann auch ich mich nicht entziehen. Also mal ein „Replay“ der letzten zehn Jahre vor meinem geistigen Auge abgespielt, mit Freunden gesprochen und diskutiert: Viel falsch gemacht hab‘ ich wohl nicht, dafür einiges richtig. :-)

Ich mit 30 Lenzen
Ich mit 30 Lenzen

Habe ich mich verändert?
Wer diese Frage im Zehn-Jahres-Rückblick mit „Nein“ beantworten kann, war entweder schon immer ne geile Sau oder hat nix dazugelernt. Klar habe ich mich verändert!

Rein körperlich: weniger Haare. Weniger Gewicht – zwischen den Vergleichsbildern liegen so ca. 30 Kilo. Mehr Ausdauer, bessere Fitness. Mehr Falten, allesamt hart erarbeitet. Da komm‘ ich doch durchaus gut mit weg. :-)

Mein 40er-Ich
Mein 40er-Ich

Wobei ich es eher als Entwicklung denn als Veränderung bezeichnen würde. Eine Entwicklung, die ich selbst angestoßen und fortgeführt habe, gewollte Veränderung also. Heirat, Jobwechsel, neue Interessen und ein viel gelassenerer Umgang mit all den Dingen, die mich früher im Nullkommanochwas die höchste Palme hochgetrieben haben – für mich selbst bewerte ich das als durchaus positive Entwicklung.

Vieles ist anders im direkten Vergleich, das allermeiste davon deutlich besser. Klar, ein paar Verluste gibt es in zehn Jahren immer, sei es nun finanziell, beruflich oder persönlich. Die Zeiten, in denen „Klug war’s nicht – aber geil“-Entscheidungen eher Regel als Ausnahme waren, sind vorbei – auch das eine Entwicklung, die gewollt war und ist. Leider sind ein paar Freundschaften im Laufe der Jahre auf der Strecke geblieben, andere haben nach wie vor Bestand und sind noch intensiver und enger wie vor zehn Jahren. Und last but not least sind ja auch einige neue Freundschaften entstanden – Freundschaften, die mit meinem 30-jährigen Ich wohl eher nicht funktioniert hätten. ;-)

Beruflich hatte ich einmal mehr Glück und bin „auf die Füße gefallen“, als ich 2012 den Job gewechselt habe. Das sind nun gute vier Jahre, die mein neuer Brötchengeber mit mir auskommt – und ich mit ihm. Und nach wie vor halte ich diesen Wechsel für eine der besten Entscheidungen der letzten zehn Jahre.

Bleibt die abschließende Frage nach DER besten Entscheidung der letzten zehn Jahre. Die Antwort darauf ist einfach und bedarf keiner Begründung oder Erläuterung. Ein Wort genügt: Eva – mit der ich seit (knapp, es fehlen noch ein paar Monate) zehn Jahren zusammen bin, sieben davon sind wir dieses Jahr verheiratet. Danke, Schatz!

Und abseits der ganzen Selbstreflexion?
Ja, es gab ne Party. Nein, es gab keine Alkoholleichen. Ja, es sind massig Reste vom Essen übriggeblieben. Ja, auch Getränke sind massig über. Nein, es ging nicht bis morgens um vier. Gerockt hat es trotzdem, dafür hab‘ ich sogar nen Videobeweis – unbearbeitet und ungeschnitten. :-)

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an meine Gäste – zum einen natürlich dafür, dass ihr da wart und einen schönen Abend mit mir verbracht habt. Zum anderen -und das ist der Wahnsinn- für die 780,- Euro, die ihr zusammengetragen habt! Hammer!
Ich habe kurz aufgerundet und konnte so 400,- Euro an Silberstreifen e.V. spenden!

Fender 60's Special Stratocaster Matcap
Fender 60’s Special Stratocaster Matcap

Die andere Hälfte wollte ich für mich verwenden und da einige gefragt haben, was denn die von mir begehrte Fender Stratocaster eigentlich ist, kommt hier die Auflösung – seit letzter Woche erweitert dieses Prachtstück meine Sammlung: Eine Fender 60’s Special Matcap Stratocaster in Seafoam Green. Mit lackierter Kopfplatte. ;-)

 

 

Magnesiumzufuhr erhöhen

Ich treibe relativ viel Sport: Volleyball, Laufen, Fitnesstudio. Dazu ein bisschen Kicken in der Halle und was mir sonst noch so Spaß macht. In den letzten zwei Jahren gab es dabei immer mal wieder Momente, in denen ich mit Krämpfen (vor allem in der Wade) zu tun hatte – unangenehm und schmerzhaft, besonders nachts um 3 Uhr drölfzig echt kein Vergnügen.

Ende 2014 hatte ich mir daher Magnesiumtabletten gekauft und diese über 3 Monate täglich zweimal eingenommen; dafür musste ich die Tabletten allerdings halbieren (sind Riesenbomben gewesen, die schon eine „Sollbruchstelle“ zur Halbierung eingestanzt hatten). Dadurch wurden die Tabletten allerdings sehr rauh und liessen sich nur schlecht runterwürgen, es blieb immer ein Kratzen im Hals. Immerhin, die Einnahme hat gegen die Krämpfe geholfen, Primärziel also erreicht.

Magnesium Sticks
Magnesium Sticks

Nach den vielen Sportpausen im letzten Jahr konnte ich mein Trainingspensum in den letzten 6 Wochen schon wieder deutlich steigern. Um die nervigen Krämpfe von vornherein zu vermeiden, habe ich dieses Mal zu Sticks gegriffen, also in Pulverform. Einnahme ohne Wasser, einfach Beutelchen aufreissen, Inhalt in den Schlund kippen und langsam auflösen lassen.

Das klappt in der Praxis auch recht gut, das Pulver löst sich sehr schnell auf, das Kratzen im Hals bleibt aus. Und Krämpfe haben sich bisher auch nicht wieder eingestellt, es scheint also, als würde es funktionieren. Nun kommt das „Aber“…. :-)

Im Kleingedruckten kaum zu sehen steht da: „mit Kirschgeschmack“. Korrekterweise müsste es heissen: „mit Chemiekeule verstärkter Geschmackseindruck, der ganz entfernt an Kirschen erinnert, wenn man noch nie welche direkt vom Baum gegessen hat“. Passt natürlich so nicht auf die Verpackung, trifft aber den „Geschmack“ ziemlich genau.

Ganz heroisch werde ich die Packung aufbrauchen und danach wieder zur regulären Verabreichungsform zurückkehren. Lieber Kratzen im Hals als diesen Nachgeschmack im Mund!

2015 geht, 2016 kommt

Das Jahr 2015 neigt sich unweigerlich seinem Ende entgegen. Zeit, sich mit den Ereignissen der letzten 12 Monate auseinanderzusetzen und sich Gedanken darüber zu machen, was in den nächsten 12 so passieren kann, soll, darf, muss…

Zum einen stelle ich fest: Wieder drei Monate ohne einen Blogbeitrag von mir. Schade, aber ist halt eben so. Im Gegensatz zu früher habe ich meine Prioritäten ganz anders gesteckt, das Bloggen ist zur Nebensache geworden, mein Fokus liegt auf anderen Dingen und das ist auch gut so. Was nicht bedeuten soll, dass es hier keinen neuen Content mehr geben wird, nein, das ist nicht der Plan. Es wird halt nur deutlich weniger (dafür vielleicht etwas komprimierter) sein, wie es früher der Fall war.

Auf der anderen Seite stehen eben Dinge, die so viel intensiver sind wie hier in die Tasten zu hauen: Familie, Reisen, Treffen mit Freunden, Sport usw. Und diese Dinge, die im „Real Life“ stattfinden, sind soviel wichtiger wie ein gut gefüllter und evtl. auch gut besuchter Blog – da fällt (mir) die Entscheidung nicht allzu schwer, wofür ich mehr Zeit investiere. Lieber lasse ich eine Sache eben und konzentriere mich voll auf eine andere, als zwei (oder mehr) Dinge nur „halb“ anzugehen.

Ich habe beruflich einige Herausforderungen stemmen können und meinen Reise-Horizont erweitert. Sportlich bin ich trotz einiger Rückschläge ganz zufrieden (wobei da Luft nach oben ist) und bis auf meine „Jahrhundertbaustelle“ unterm Dach sind die meisten Dinge doch letztlich so gelaufen wie geplant.

Und so kann ich das Jahr 2015 durchaus mit einem Lächeln beenden. Es hatte, wie jedes andere Jahr auch, Höhen und Tiefen, aber am Schluss überwiegen die positiven Eindrücke. Auch und gerade angesichts des ganzen Wahnsinns, der in der Welt passiert, lasse ich mir eine positive Einstellung nicht nehmen und bin schon gespannt, was 2016 so bereithält.

Und nachdem der Heilige Abend ja schon durch ist, wünsche ich euch ein paar ruhige und besinnliche Tage im Kreise eurer Lieben und alles Gute für 2016 – mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen!

 

 

Still alive and kickin‘

Ich hab’s mal wieder geschafft, über einen Monat nix zu posten. Ein Mangel an „verblogbarem Zeuchs“ besteht eigentlich nicht, es gäbe so einiges, worüber ich schreiben könnte – wobei genau das einer der Gründe ist, warum es hier so still war und ist…

Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Aber der Reihe nach:
Zum einen hatte ich Urlaub und habe es tatsächlich geschafft, zwei Wochen mal digital abzuschalten. Also nicht vollständig, aber immerhin soweit, dass kein Gedanke an Arbeit oder Blog „verschwendet“ wurde.

Für ein paar Tage hat es uns in den gar nicht mehr so wilden Osten verschlagen, genauer gesagt nach Leipzig. Zum dritten Mal mittlerweile und dieses Mal hat der Ausflug zum Völkerschlachtdenkmal geklappt – sehr beeindruckend, wie das Bild schon sehr deutlich zeigt. Im Inneren geht es sehr eng zu, die Treppen sind nicht zu unterschätzen. :-)

Leider hat mir eine „Hasch-mich-ich-benehme-mich-daneben“-Schulklasse den Aufstieg zur obersten Aussichtsplattform unmöglich gemacht, weil sie im Treppenhaus Fangen gespielt haben.

Neben geschichtlichem Input stand natürlich auch der obligatorische Zoo-Besuch auf dem Programm, der wieder mal wunderschön war: Früh aufstehen lohnt sich, das Gondwanaland war quasi menschenleer und es gab endlich Gelegenheit, sich in Ruhe umzusehen. Beim ersten Besuch vor vier Jahren war das ja leider nicht so, damals war ich froh, wieder raus zu sein aus der Tropenhalle, die völlig überfüllt war.

Auch ansonsten tut sich einiges im Zoo Leipzig, es wird fleissig gebaut, renoviert und erweitert. Womit schon feststeht, dass es mindestens einen weiteren Besuch dort geben wird. ;-)

Leider gab es auch unschöne Dinge zu sehen, z.B. die ca. 200 Vollpfosten, die direkt vorm Hotel zur „Legida-Parade“ angetreten waren – und von sicherlich mehr als dreimal so vielen Gegendemonstranten erwartet wurden. Es war schon ein seltsames Gefühl, quasi direkt daneben zu stehen und so gar nix tun zu können.

Womit ich zu einem Thema komme, das mich in den letzten Woche sehr stark beschäftigt hat und uns alle mit Sicherheit noch die nächsten Jahre beschäftigen wird: Die Flüchtlingswelle und vor allem die Reaktionen, die sie auslöst. In den sozialen Netzen habe ich mich anfangs noch geäussert und hatte auch hier schon mehrmals Texte geschrieben, sie aber wieder gelöscht.

Das Thema geht mir an die Nieren, es bewegt mich und blockierte jegliche Lust und Motivation, hier über tolle Gagdets oder sonstigen „First-World-Kram“ zu schreiben, während ein Irrer in Ungarn Zäune baut und den Schießbefehl ausgegeben hat. Während hunderttausende umherirren auf der Suche nach einem Platz, an dem sie wenigstens mal durchschnaufen können.

Auch und gerade die Reaktionen von Leuten, die ich seit ner Ewigkeit kenne und von denen ich nun Dinge auf Facebook & Co. lesen muss, die mich nur noch ungläubig den Kopf schütteln lassen, erschüttern mich. Wo kommt diese Angst her, dieser Hass, der Leute dazu bewegt, Brandanschläge zu verüben und Lügen und braune Propaganda zu verbreiten?

Aber dieser, „mein“ Blog soll nicht zur Plattform für virtuelle Diskussionen dieser Art werden, das endet nur in endlosen Kommentar-Shitstorms und hilft niemandem. Daher sind die wenigen Zeilen, die ich hier dazu geschrieben habe, auch die letzten zu diesem Thema – wer mich kennt, weiß sehr gut, wie ich ticke und darüber denke, da muss ich mich nicht virtuell „profilieren“.

Anyway, ich werde versuchen, mich in den nächsten Tagen und Wochen wieder „normalen“ Themen zu widmen und mich nicht mehr runterziehen zu lassen von all dem Mist…

Die Zeit des Wartens ist vorbei

Vorweg: Wer mir sagen kann, welchem trashigen Achtzigerjahre-Film ich meinen Beitragstitel entlehnt habe gewinnt so viele Einfamilienhäuser, wie er tragen kann. ;-)
Immerhin war der Soundtrack zu besagtem Film ein echtes Sahnestück….

Aber back2topic:
Operationswunde vollständig verheilt – Check.
MRT-Bilder vom Knochendoc begutachten lassen – Check.
12-Tage-Frist abgelaufen – Check.

Die Diagnose für mein Knie lautet: Ohne Befund.
Nach fünf (!!) sportlosen Wochen ist das Knie tatsächlich völlig beschwerdefrei und so kamen der Knochendoc und ich zu dem Schluss, dass ich es wohl tatsächlich einfach nur übertrieben habe. Bedeutet, ich darf ab sofort wieder mit dem Sport beginnen, soll es aber langsam angehen lassen und mich langsam steigern. Ok, da wäre ich auch selbst drauf gekommen, aber hey, ich mag „meinen“ Knochendoc, denn er hat nicht nur einen „knockentrockenen“ Humor, sondern zieht konservative Behandlungsmethoden immer einer OP vor und sagt geradeheraus, was Sache ist und was nicht.

Laufstatistik
Laufstatistik

Meine Laufbilanz für dieses Jahr sieht ja bisher katastrophal aus, daran werde ich jetzt mal intensiv arbeiten. Da in den Sommerferien die Sporthallen geschlossen bleiben, findet ergo kein Volleyball-Training statt und ich kann mich voll und ganz auf’s Laufen fokussieren. Hmm, ein wenig Fitness-Studio sollte ich wohl auch einplanen, einfach, um die fünf Wochen nicht beanspruchten Muskelgruppen aus dem Tiefschlaf zu wecken.

Wer mitgerechnet hat: Die 12-Tages-Frist war bereits am Donnerstag abgelaufen, da hatte ich auch den Befund vom Knochendoc bereits, aber bei 38 Grad am frühen Abend war es für den Wiedereinstieg einfach zu warm. Gestern war ich schlicht platt, bin dafür heute umso ambitionierter und werde mir direkt nach der Veröffentlichung dieses Beitrags die Laufschuhe anschnallen und lostraben. ;-)